Heinrich der IV. ließ die Heimburg in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts erbauen oder eine bereits vorhandene ältere Anlage erweitern. 1073 wurde die Reichsburg, allerdings im desolaten Zustand, während der Sachsenkriege urkundlich erwähnt. Nach der Instandsetzung kam es 1115 zur 2. Zerstörung. Lothar von Suplingenburg, der spätere deutsche König und Kaiser, eroberte 1123 die Burg. Sein Enkel Heinrich der Löwe erhielt sie als Erbgut. Unter seiner Herrschaft wurde auch erstmals ein eigenes Ministerialengeschlecht „de Heimburgk“ erwähnt. Um 1265 übernahmen die Regensteiner Grafen das Burglehen.

Im 14. Jh. wurde die Heimburg als Wohnsitz der Grafen aufgegeben. Gräfliche Dienstleute, die Amtmänner, übten die Verwaltung aus. Da die Verschuldung der Grafenhäuser sehr hoch war, verpfändete man die Burg 1504 und 1518 mit dem gesamten Dorf. Während des Bauernkrieges belagerten Aufständische die Burg und beschädigten sie. Reparaturen auf dem Burggelände sind bis 1553 nachweisbar.

Graf Ernst verlegte seinen Wohnsitz nach dem Brand der Blankenburg (1551) auf die Heimburg. Nach dem Aussterben des Grafengeschlechts ging die Burg als erledigtes Lehen an das Haus Braunschweig zurück. Die Verwalter bewohnten den Wirtschaftshof, die Domäne. Besondere Beachtung fand in landwirtschaftlichen Kreisen die Merino-Schafzucht und die Zuckerrübenzucht der Domänenpächterfamilie Dieckmann seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Burg zerfiel und diente als Steinbruch.

1992/93 legte man Mauerreste und Wallanlagen frei und errichtete einen Aussichtspavillon. Ein kultureller Höhepunkt ist das jährliche Burgfest.

Mit freundlicher Genehmigung: Dagmar Reimann „Chronik der Gemeinde Heimburg, 1995“

Auf der Altenburg befindet sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. (HWN84)

Die Altenburg heute.