Was ist eigentlich ein Geopark? In 450 Millionen Jahren Erdgeschichte wechselten sich zwischen Harz und  Heide Meeresbedeckungen mit Wüsten, tropischen Sümpfen und Gletschern ab und hinterließen dabei ihre Spuren. Dabei entstanden wertvolle Bodenschätze wie Erz, Salz, Kohle und Erdöl. Auch Fossilfunde zeugen von einer wechselvollen und spannenden Geschichte unserer Region. Und hier kommt nun ein Geopark ins Spiel: Ein Geopark ist ein erdgeschichtlich überregional bedeutendes Gebiet mit Felsen, Steinbrüchen, und anderen Geotopen von besonderer Seltenheit und Schönheit und dient der nachhaltigen regionalen Entwicklung. Bei Geoparks spielt der Naturschutz, speziell der Geotopschutz, zwar eine gewichtige Rolle – im Mittelpunkt steht allerdings der Mensch in seiner Wechselwirkung mit der Landschaft und den  Bodenschätzen. Somit können industrielle und städtische Gebiete wie beispielsweise Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter Teil eines Geoparks sein.
Im Jahr 2002 wurde der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen als einer der flächengrößten  Geoparks der Welt gegründet. Seit 2015 ist er Mitglied des UNESCO Global Geopark Netzwerks.
Die Sichtbarkeit des UNESCO Global Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen soll insbesondere für Autofahrer verbessert werden. Diese Forderung hatte die UNESCO bei ihrer letzten Überprüfung des Geoparks aufgestellt. Nun hat der Regionalverband Harz die erste Geopark-Stele im Blankenburger Ortsteil Heimburg installiert.
Landrat Martin Skiebe präsentierte die im Rahmen eines LEADER-Projektes (EU-Förderung zur  Regionalentwicklung im ländlichen Raum) entstandene Stele der Öffentlichkeit: „Viele Menschen wissen nicht, dass sie im größten Geopark Deutschlands leben und was der alles zu bieten hat. Mit Hilfe dieses
Informationspunktes erfahren sie vielleicht sogar, aus welchen Steinen ihr Haus oder andere Bauwerke im Ort errichtet wurden.“
Dass die Stele nicht nur für Vorbeifahrende, sondern auch für Einheimische interessant ist, hob auch Geoparkleiter Dr. Klaus George hervor.
Auf der Rückseite der Stele befindet sich eine Tafel mit Informationen zum Geopark allgemein und zu ortstypischen Gesteinen, dem Rogenstein und dem Muschelkalk. In verschiedenen Gebäuden des Ortes, wie
der Dorfkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit sowie in einer Gabione am Fuße der Stele, sind diese Gesteine zu entdecken. Ortsbürgermeisterin Ilona Maria Kresse freute sich über die Stele, die sich an der Straße aus Richtung Halberstadt bzw. der B 6 kommend auf Höhe der Bushaltestelle befindet.

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